MDB Sendker lehnt Zubau von Ackerfläche ab

29. April 2013

Betriebe, die in erneuerbare Energien investiert und Anlagen errichtet haben, müssen sich nach Meinung des Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker auf die Politik verlassen können: „Die zugesagte Vergütung muss eingehalten werden“, betonte der Bundestagsabgeordnete bei seinem Besuch im Grünen Zentrum. Dabei verwies er auf die Ausbaudynamik: So steige der Anteil an Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung deutlich schneller als erwartet mit der Konsequenz, dass der Anteil 2020 nicht wie vorgesehen bei 40 Prozent, sondern bei 50 Prozent liegen könnte. Bezüglich der Errichtung von Fotovoltaik-Anlagen auf Freiflächen äußerte Hermann-Josef Schulze-Zumloh als Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes seine Befürchtung, dass „der Griff auf die Fläche wieder gesellschaftsfähig wird“. Eine Sorge, die MdB Sendker nachvollziehen kann: „Den Zubau von Ackerfläche lehnen wir ab!“

Hinsichtlich der Kompensationsverordnung, die den Ausgleich von Eingriffen in Natur- und Landschaft regeln soll, griff der Bundestagsabgeordnete mehrere Vorschläge der Landwirtschaft auf. Er betonte, dass der Entsiegelung von Flächen höhere Bedeutung beigemessen werden müsse.

Zur Gemeinsamen Agrarpolitik sprach Hermann-Josef Schulze-Zumloh  Kernfragen der Landwirtschaft an. Besonders wichtig war ihm die Diskussion zum Greening, wonach ein Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Sinne der Ökologie extensiviert werden soll. „Wir legen Uferrandstreifen an und führen sonstige Maßnahmen des Naturschutzes durch.  Artenschutz funktioniert trotz intensiver Landwirtschaft – aber nicht auf der gleichen Fläche“, so der Kreisvorsitzende. Bei der Greeningdiskussion sei der Bezug nicht auf den einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb, sondern vielmehr auf das Bundesland zu nehmen. Im Kreis Warendorf, dem Münsterland und in NRW haben wir eine reich gegliederte und ökologisch wertvolle Landschaft. Diese ist der landwirtschaftlichen Flächennutzung zu verdanken. Wir wählen bei Natur- und Artenschutzmaßnahmen weiterhin den kooperativen Weg“, betonte der Kreisvorsitzende.

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