Landwirtschaft als bedeutender Wirtschaftsfaktor

23. August 2013

Landwirtschaft und Kreisverwaltung vereinbarten eine engere Zusammenarbeit bei Projekten im Rahmen des Kreisentwicklungsprogramms.

Eng zusammenarbeiten wollen Landwirtschaft und Kreisverwaltung bei Projekten, die im Rahmen des Kreisentwicklungsprogramms umgesetzt werden sollen: Geplant sind beispielsweise konkrete Maßnahmen  zur besseren Ausnutzung der Wärme von Biogasanlagen oder auch zur Entwicklung von zusätzlichen Windvorranggebieten.  Eine enge Zusammenarbeit  bei der Umsetzung dieser Projekte vereinbarten die Vertreter der Landwirtschaft  und des Kreises Warendorf bei ihrem jährlichen Meinungsaustausch.  Dazu hatte Landrat Dr. Olaf Gericke ins Kreishaus eingeladen. Vom Kreis nahmen an dem Gespräch neben dem Landrat auch die Dezernenten Dr. Peter Hansen und Friedrich Gnerlich sowie Dr. Hubert Hemmis (stellv. Leiter Veterinäramt) und  Heinz-Jürgen Müller (Leiter Amt für Planung und Naturschutz) teil.

Die Landwirtschaft war vertreten durch den Kreisverbandsvorsitzenden Hermann-Josef Schulze-Zumloh, seinen Stellvertreter Karl Werring, Geschäftsführer Dr. Matthias Quas, die beiden Juristinnen des Kreisverbandes, Anja Engelke und Katharina Sudahl sowie Ulrich Bultmann von der Landwirtschaftskammer. 

Hermann-Josef Schulze-Zumloh informierte zunächst über die allgemeine Situation der Landwirtschaft.  U.a. berichtete er über eine recht gute Getreideernte und momentan zufriedenstellende Schweine- und Milchpreise.

Dr. Olaf Gericke erläuterte kurz die Finanzsituation des Kreises und der Städte und Gemeinden. „Erstmals werden im kommenden Jahr drei Kommunen aus unserem Kreis beim „Kommunal-Soli“ zur Kasse gebeten. Wer bislang solide gewirtschaftet hat, wird jetzt bestraft“, kritisierte der Landrat die Umverteilungspolitik des Landes.

Deutlich zu spüren seien im Kreis auch die Auswirkungen der Energiewende, die in vielen Bereichen zu Problemen und Konflikten führe. Als Beispiel nannte er die kritischen Diskussionen rund um den Ausbau der Windenergie.   

Gegenstand des Gesprächs war auch die Brandschutzdienststelle des Kreises. Die Aufgabe wird künftig von der Stadt Beckum wahrgenommen - ein gutes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit, so Landrat Dr. Olaf Gericke.

Vorgestellt wurde bei dem Termin auch eine neue Studie der Fachhochschule Südwestfalen über die Bedeutung der landwirtschaftlichen Tierhaltung und ihrer vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche. „Rund 10 % der Bruttowertschöpfung in NRW  - immerhin 50 Milliarden Euro – werden jährlich  im Agribusiness erzielt“, so Hermann-Josef Schulze Zumloh. Die Studie mache deutlich, dass die Landwirtschaft auch ein bedeutender,  ernst zu nehmender Wirtschaftsfaktor sei.

 

 

Bildunterschrift:

Im Kreishaus trafen sich Vertreter der Landwirtschaft und der Kreisverwaltung zum Jahresgespräch (v.li.): Heinz-Jürgen Müller (Leiter Amt für Planung und Naturschutz), Hermann-Josef Schulze-Zumloh (Kreisverbandsvors.), Landrat Dr. Olaf Gericke, Karl Werring (Kreislandwirt), Anja Engelke (Juristin Kreisverband), Dezernent Friedrich Gnerlich, Dr. Hubert Hemmis (stellv. Leiter Veterinäramt), Katharina Sudahl (Juristin Kreisverband), Dr. Matthias Quas (Geschäftsführer Kreisverband), Dezernent Dr. Peter Hansen sowie Ulrich Bultmann (Geschäftsführer LWK Warendorf).

 

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