Steaks wachsen nicht an Bäumen

30. September 2014

„Steaks wachsen nicht an Bäumen und Getreide muss auch irgendwoher kommen“, mahnte Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Übernahme der diesjährigen Erntekrone zu entsprechender Wertschätzung unserer Lebensmittel: Es sei keineswegs selbstverständlich, dass Nahrungsmittel immer und überall zur Verfügung stünden.

 

Angesichts der aus Weizen gebundenen Erntekrone, die am Montag von Vertretern der Landwirtschaft an Landrat Dr. Gericke überreicht wurde, betonte auch Kreislandwirt Karl Werring: Weizen ist unsere wichtigste Frucht. Wir waren froh, das Getreide bei den diesjährigen Witterungsbedingungen überhaupt von den Feldern zu bekommen.“ Und auch das war vielerorts nur mit Kettenfahrzeugen möglich, mit denen sich die Bauern teilweise allerdings auch die Böden kaputt gefahren haben.

Resümierend sei eine gute Qualität in geringerer Menge eingefahren worden.  Allerdings seien die Preise in diesem Jahr deutlich niedriger als im Vorjahr: „An der Pariser Börse wird die Tonne Mais mit 130 – 140 Euro gehandelt. Das hat es seit zehn Jahren nicht mehr gegeben.  Auch die Kartoffeln sind nicht so gut im Preis“, so Werring und kündigte an: „Auch die Milchpreise fangen an zu bröckeln.“

Dennoch zeigte sich der Kreislandwirt äußert dankbar, „dass wir alle auf einem Flecken Erde leben, in dem wir satt werden. Das ist längst nicht überall so. Darum ist es gute Tradition, dass wir das Erntedankfest feiern und damit bewusst wahrnehmen, wie gut es uns geht und wir zu Dank verpflichtet sind“, so Werring.

Auch Christian Schulze Othmerding, der als Ortsverbandsvorsitzender in Rinkerode das Binden der diesjährigen Erntekrone koordiniert hatte, zeigte sich dankbar: „Die Witterungsbedingungen der letzten Wochen waren sehr schwierig, die Böden extrem nass und ausgerechnet zur Erntezeit teilweise nicht befahrbar. Wir können froh sein, dass wir heutzutage über so moderne Maschinen verfügen, die uns die Arbeit auch bei extremen Witterungsbedingungen halbwegs ermöglichen. Die heutige Technik ist ein echter Fortschritt.“

Die Erntekrone, die seit Montag im Kreishaus hängt, haben rund 20 Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Rinkerode, der Landfrauen sowie der Landjugend in stundenlanger Arbeit aus Weizen gebunden. „Wir haben etwa 200 Quadratmeter Weizen geerntet und in der Erntekrone eingebunden“, verriet Landfrau Stefanie Lütke-Wöstmann.

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