Landwirte und Jäger kritisieren Novelle Landesjagdgesetz

20. Oktober 2014

Die Novelle des Landesjagdgesetzes stand im Mittelpunkt des Hubertusgespräches, zu dem sich die Vertreter von Landwirtschaft und Kreisjägerschaft im Grünen Zentrum trafen: Insbesondere die vorgesehene Änderung, dass künftig juristische Personen ihre Eigentumsfläche zu nicht bejagbaren Bereichen erklären können und dadurch eine umfassende Jagd nicht mehr möglich ist, stößt bei Landwirten und Jägern auf vehemente Kritik. Einen dramatischen Rückgang der Singvögelpopulation und anderer geschützter Arten wie Kiebitz oder Feldlerche befürchten sie durch das Baujagdverbot von Füchsen und Dachsen und die geplante drastische Einschränkung der Bejagung anderer Prädatoren, also Beutegreifern: „Es macht keinen Sinn, dass wir Landwirte sogenannte Feldlerchenfenster in unseren Feldern anlegen, um den geschützten Arten einen Rückzugsort zu geben und sich Katzen dort wie am Futtertisch bedienen“, so Kreislandwirt Karl Werring. Auch Hermann-Josef Schulze-Zumloh betonte: „Die Landwirte ergreifen viele Maßnahmen zum Schutz bedrohter Arten. Dass Prädatoren unsere Erfolge schmälern, wird wenig beachtet. Stattdessen wird der Rückgang einiger Arten  oft der Landwirtschaft in die Schuhe geschoben.“

Dass die Jagdsteuer kürzlich abgeschafft worden war und nun wieder eingeführt werden soll, kritisieren Landwirte und Jäger als Unzuverlässigkeit der Politik.

„Baum des Jahres 2014“ ist die Traubeneiche. Landwirte und Jäger werden eine Traubeneiche im Spätherbst in einer gemeinschaftlichen Aktion pflanzen.

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