Initiative Tierwohl: McDonald's zur Teilnahme aufgefordert

29. Juni 2015

Die „Initiative Tierwohl“ ist gestartet: Mehr Licht, mehr Platz, Spielzeug, Raufutter und viele weitere Maßnahmen ergreifen die Landwirte, um über das gesetzlich geforderte Maß die Tierhaltung in ihren Ställen zu verbessern. Landwirten, die an der Initiative teilnehmen, wird dieses Plus an Tierwohl vergütet. Eingezahlt wird das Geld vom Lebensmitteleinzelhandel (LEH), der für jedes verkaufte Kilogramm Fleisch 4 Cent in einen Fonds einzahlt. Aber: Längst nicht alle Unternehmen des LEH und der Systemgastronomie beteiligen sich an der Initiative. Das branchenübergreifende System aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel hat noch große Lücken. Um diese zu schließen, wagen die Landwirte im Kreis Warendorf einen ungewöhnlichen Schritt: „Hey McDonald‘s, gibt‘s euren Bacon auch mit extra Tierwohl… und warum macht ihr noch nicht mit?“, steht in großen Lettern auf dem Banner, das in Ahlen-Vorhelm in der Nähe des Systemgastronoms steht und diesen auffordert, sich ebenfalls der bundesweiten Initiative anzuschließen.
Der Lückenschluss tut not: Mehr als 4.000 Landwirte haben zur Jahresmitte ihren Willen bekundet, deutlich über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus Tierwohl zu praktizieren. Aber nur für rund die Hälfte ist auch Geld im Topf. „Der Verbraucher fordert mehr Tierwohl. Wir bieten mehr Tierwohl. Aber der Lebensmitteleinzelhandel ist immer noch nicht flächendeckend bereit, sich ebenfalls am Tierwohl zu beteiligen. Das muss sich ändern“, fordert Landwirt Ulrich Averberg, der gemeinsam mit seinen Kollegen in Tönnishäuschen das mahnende Plakat in der Nähe des Kreisels aufgestellt hat.

 

Presse-Kontakt

Daten werden geladen …