EDEKA bremst Initiative Tierwohl aus

22. Dezember 2015

Gemeinsam verantwortlich handeln - unter diesem Motto setzt sich erstmalig in Deutschland ein branchenübergreifendes Bündnis aus Landwirtschaft, Fleisch-wirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel für mehr Tierwohl in der Fleischerzeugung ein. Rund 4.700 Landwirte hatten sich bundesweit zur Teilnahme an der Initiative angemeldet, aufgrund begrenzter Finanzmittel konnte jedoch nur die Hälfte der Schweinehalter beteiligt werden. In Warendorf hatten sich 120 Betriebe beworben - nur 13 wurden aufgenommen.
   
„Der Verbraucher will mehr Tierwohl und wir sind bereit, es umzusetzen. Unser Ziel ist es daher, dass alle Schweine haltenden Betriebe auf der Warteliste schnellstmöglich an der Initiative Tierwohl teilnehmen können. Immerhin haben die Landwirte dafür ihn ihre Betriebe investiert, sind also in Vorleistung getreten“, so Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf.

Damit die Warteliste abgebaut und alle interessierten Landwirte an der Brancheninitiative teilnehmen können, muss der Tierwohlbeitrag für jedes verkaufte Kilogramm Schweinefleisch und Wurstwaren von 4 auf 6 Cent an der Ladentheke steigen.

Die Initiative Tierwohl wird von allen großen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland unterstützt. „Bis auf EDEKA sind alle Unternehmen bereit, den Tierwohlbeitrag um 2 Cent auf 6 Cent je Kilogramm Fleisch und Fleischwaren aufzustocken“, betont Schulze-Zumloh.
„Mit unserer Aktion wollen wir deutlich machen, wie wichtig die Initiative ist und dass sie nicht an EDEKA scheitern darf!“, erklärt Benedikt Sprenker. Der Landwirt hatte sich um die Aufnahme in die Initiative Tierwohl beworben und in seinen Stall investiert – war aber nicht aufgenommen worden.

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