Landwirte engagieren sich für Artenvielfalt

27. Juli 2019

Wicken, Malven, Ringelblumen, Koriander, Sonnenblumen und Buchweizen ziehen sich als "Blühendes Band" durch den Kreis Warendorf. Auf einer Länge von stolzen 45 Kilometern! Auch Rotklee, Fenchel und Dill haben die heimischen Landwirte quer durch den gesamten Kreis Warendorf angelegt, um Insekten, Feldvögeln und anderen Wildtieren wichtige Nahrungs- und Rückzugsflächen zu bieten. Insgesamt 2 Tonnen Saatgut haben sie – verteilt auf zahlreiche Äcker – ausgebracht.
Honigbienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten spielen für den Erhalt der Artenvielfalt von Wildpflanzen eine wichtige Rolle - aber auch bei der Bestäubung von Kulturpflanzen wie Obst oder Raps. Allein 84 Prozent unserer heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, sodass ohne sie unsere heutige Kulturlandschaft undenkbar wäre. Jedoch fehlt es vielerorts zunehmend an blühenden Flächen und damit an der Nahrungsgrundlage für die Insekten.
Mit der Aussaat von 10 einjährigen Kulturarten, die eigens für diese Maßnahme zusammen gestellt und von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, sorgen die Landwirte im Kreis Warendorf für das weithin sichtbare und für die Insekten äußerst schmackhafte "blühende Band".
Weil das Interesse der heimischen Landwirte so groß ist, sich für Biodiversität zu engagieren, reichten die von der Stiftung ausgeteilten 1.500 Kilo Saatgut gar nicht aus: Viele Landwirte haben privat bei den Raiffeisengenossenschaften zusätzlich Saatgut angefordert. „Wir haben im Kreisgebiet rund 2 Tonnen Saat ausgebracht“, freut sich Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh.


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