Wildtierschutz dank unterschiedlichster Technik

12. Mai 2020

Die Arbeiten auf Feld und Flur sind in vollem Gange: Felder werden bestellt, Kulturen gepflegt und gedüngt. In diesen Tagen steht die Grasmahd an: Große Mähmaschinen sind im Einsatz für den Schnitt von Grünland oder Grünroggen. „Diese Arbeiten fallen genau in die Brut- und Setzzeiten vieler Wildtiere. Sie haben in unseren Wiesen und Feldern Gelege oder ziehen ihren Nachwuchs auf. Da müssen wir besonders vorsichtig sein“, betont Hermann-Josef Schulze-Zumloh. Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes erklärt: „Um die Tiere bestmöglich zu schützen, arbeiten Landwirte, Jäger und Lohnunternehmer zusammen. Denn effektiver Wildtierschutz beginnt bereits vor der Mahd“. So können Jäger mit ihren Hunden die Flächen nach Rehkitzen oder Gelegen absuchen und Bereiche markieren, die später von Lohnunternehmern umfahren werden. „Akustische Wildtierretter“ an den Mähmaschinen warnen Wildtiere wie Kitze, Hasen oder Fasane mit schrillen Signaltönen. „Darüber hinaus werden die Flächen von innen nach außen gemäht, damit die Tiere ungehindert flüchten können“, so Schulze-Zumloh. Auf manchen Flächen kommen Drohnen und Infrarotgeräte zum Einsatz, um Tiere aufzuspüren. Mancherorts werden auch Wildtierscheuchen aufgestellt, um Elterntiere und ihre Aufzucht rechtzeitig vor der Mahd zu einem Standortwechsel zu bewegen.

In diesem Zusammenhang bittet der Kreisverbandsvorsitzende aber auch die Bevölkerung um Mithilfe: „Bitte verlassen Sie nicht die Feld- und Waldwege und leinen Sie ihre Hunde an, damit die Bodenbrüter wie Fasane, Rebhühner und Kiebitze oder Tiere, die gerade ihren Nachwuchs aufziehen, nicht nachhaltig gestört werden.“

Foto: Landesjagdverband NRW, A. Wulff

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