Tierhaltung von zentraler Bedeutung für Wirtschaft des Münsterlands

11. Juli 2013

WLV und kommunale Spitzenvertreter vereinbaren stärkere Zusammenarbeit

Münster <wlv> Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist eine tragende Säule der Wirtschaft des Münsterlands und besitzt eine hohe Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Region. Die Zukunft dieses Wirtschaftszweigs und seine Herausforderungen waren Gegenstand eines Meinungsaustausches, zu dem der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) die Spitzenvertreter der Gebietskörperschaften des Münsterlands jüngst in die Domstadt eingeladen hatte. Als Teilnehmer des Gesprächs konnte WLV-Präsident Johannes Röring Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und die Landräte Dr. Olaf Gericke (Warendorf), Thomas Kubendorff (Steinfurt), Konrad Püning (Coesfeld)  und Dr. Kai Zwicker (Borken) begrüßen.

„An der regionalen Landwirtschaft, vor allem an der Tierhaltung, hängen im Münsterland unmittelbar oder mittelbar über 115.000 Arbeitsplätze. Moderne leistungsfähige Landwirtschaft kann man daher in unserem Bundesland nicht als „Peanuts“ abtun, wie manche Stimmen in Politik und Gesellschaft es leider tun. Hier sind wir als Landwirtschaft gefordert, die Schlüsselstellung der Landwirtschaft für den Wohlstand unserer Region stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken“, sagte Röring nach der Präsentation einer „Cluster-Studie“ zur Bedeutung der landwirtschaftlichen Tierhaltung in NRW, die vor kurzem an der Fachhochschule Südwestfalen fertiggestellt wurde (Download der Studie hier).

Die kommunalen Spitzenvertreter des Münsterlands und Röring waren sich darin einig, dass eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Sektors nur gelingen werde, wenn zugleich auch die Anliegen der Gesellschaft eine ausreichende Berücksichtigung fänden. Wichtig seien ein vertrauensvolles Miteinander von Landwirtschaft und kommunalen Behörden sowie die grundsätzliche Bereitschaft aller, bei konfliktträchtigen Themen frühzeitig aufeinander zuzugehen. Die vor kurzem unterzeichnete Branchenvereinbarung zur Umsetzung von Stallbauvorhaben habe gezeigt, dass gute Kompromisse möglich seien. Grundsätzlich sprachen sich alle Teilnehmer des Meinungsaustausches dafür aus, auch im Tier- und Umweltschutz vorrangig auf freiwillige Maßnahmen in Kooperation mit den Landwirten zu setzen.

Abschließend vereinbarten die Gesprächsteilnehmer, künftig regelmäßig Treffen durchzuführen, um auf direktem Wege für Landwirtschaft wie Kommunen relevante Themen zu beraten. 

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