WLV verurteilt Hacking-Angriff auf Ministerin Schulze Föcking

19. März 2018

Präsident Röring: „Gesellschaft muss ein Zeichen setzen!“

Münster <wlv> Nach Auskunft der nordrhein-westfälischen Ermittlungsbehörden sind bisher unbekannte Täter am letzten Donnerstag (15. März 2018) in das private Kommunikationsnetzwerk von NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking eingedrungen. Das Fernsehgerät der Ministerin im privaten Wohnhaus wurde so manipuliert, dass eine Aufnahme aus dem Landtag zu einer Fragestunde abgespielt wurde, die Abläufe auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie zum Thema hatte. Ob und inwieweit der oder die Täter auch Zugriff auf persönliche Daten genommen haben, wird derzeit geprüft. Parallel wurde die Ministerin über ihr persönliches Profil in einem sozialen Netzwerk massiv bedroht. 

Hierzu stellt Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands, fest: 

„Ich verurteile diesen infamen Angriff auf die Privatsphäre der Ministerin und der gesamten Familie Schulze Föcking auf das Schärfste. Der Ministerin und ihrer Familie gilt die uneingeschränkte Solidarität des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands und aller seiner Mitglieder. Es ist schockierend festzustellen, zu welchen Grenzüberschreitungen einzelne Vertreter der Tierrechtsszene mittlerweile fähig sind. Mit dieser Form des Psychoterrors zeigt die Agitation von Teilen der Tierrechtsszene eine neue abstoßende Qualität, die mit allen Mitteln des Rechtsstaats konsequent zu ahnden ist. Wir setzen darauf, dass das Landeskriminalamt und der Staatsschutz diesen Fall mit Nachdruck verfolgen und die Täter zur Rechenschaft ziehen. Hier muss unsere Gesellschaft insgesamt ein Zeichen setzen!“

Mit Blick auf die weiterhin zu verzeichnenden Einbrüche in Tierställe in ganz Westfalen-Lippe durch selbst ernannte „Tierretter“ wiederholt der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband:

  • Stalleinbrüche sind Hausfriedensbruch! Sie stellen eine Straftat dar und sind konsequent mit allen Mitteln des Rechtsstaats zu ahnden. Die Strafverfolgungsorgane sind aufgefordert, ein Zeichen zu setzen und einer weiteren Eskalation des Konflikts vorzubeugen.     
  • Stalleinbrüche stellen nicht nur eine Verletzung des Rechts am Eigentum dar, sie sind auch eine erhebliche Gefahr für die eingestallten Tiere. 
  • Rechtsbrecher dürfen in unserer Gesellschaft keine Gemeinnützigkeit genießen.  
  • Die Landwirtschaft in Westfalen-Lippe steht für Offenheit und Dialog. Die heimischen Nutztierhalter sind nach Absprache bereit, ihre Stalltüren zu öffnen und Einblicke in ihre Tierhaltung zu gewähren. Um diese zu erhalten, muss man nicht zum Einbrecher werden. 

 

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