EU-Gerichtshof urteilt gegen überholtes Düngerecht

21. Juni 2018

WLV-Präsident Röring: „Das neue Düngerecht muss sich bewähren dürfen!“

In seinem heute veröffentlichten Urteil gegen die Bundesrepublik Deutschland kritisiert der Europäische Gerichtshof (EuGH) die unzureichende Umsetzung der europäischen Nitratrichtlinie durch die bis 2017 gültige Düngeverordnung. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) weist darauf hin, dass dieses Urteil keine Rückschlüsse darüber zulässt, inwieweit die aktuell gültige, neue Düngeverordnung den europäischen Vorgaben genügt. 

„Mit der Änderung der Düngeverordnung hat Deutschland im vergangenen Jahr ein deutlich strengeres Düngerecht auf den Weg gebracht. So wurden u.a. standortabhängige Obergrenzen für die Stickstoffdüngung eingeführt, Sperrfristen verlängert und Nährstoffsalden gesenkt. Die Umsetzung des neuen Düngerechts verlangt den landwirtschaftlichen Betrieben einiges ab, sie kostet viel Zeit und Geld. Nun muss sich das neue Düngerecht auch bewähren dürfen“, sagte WLV-Präsident Johannes Röring heute in Münster.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband weist darauf hin, dass die im Zusammenhang mit der Neuregelung des deutschen Düngerechts 2017 vorgenommenen Folgenabschätzungen davon ausgehen, dass sich die Gewässerqualität künftig spürbar verbessern wird. Allerdings brauche es Zeit, bis sich erfolgreiche Maßnahmen der Landwirtschaft an der Erdoberfläche in sinkenden Nitratwerten im Grundwasser widerspiegeln.

„Ich bin davon überzeugt, dass die anspruchsvollen Regelungen des neuen Düngerechts die Situation der heimischen Gewässer erheblich verbessern wird. Die Landwirtschaft arbeitet nicht erst seit der Novelle der Düngeverordnung aktiv und konstruktiv an Lösungen. Saubere Gewässer sind auch ein Anliegen der Bauern“, so Röring.

 

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