ALDI-Butterpreissenkung neuer Schlag für dürregeschädigte Milchbauern

02. August 2018

WLV-Vizepräsident Brüggemeier: „ALDI Süd hat moralische Verantwortung!“

Münster <wlv> Gestern hat der Discounter Aldi Süd den Preis für das 250-Gramm-Paket deutsche Markenbutter um 10 Cent auf 1,75 Euro gesenkt. Marktbeobachter gehen davon aus, dass dieser niedrigere Preis, wie in der Vergangenheit üblich, sehr schnell auch von den übrigen deutschen Discountern und Lebensmitteleinzelhändlern übernommen wird. Vor diesem Hintergrund erklärt der Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands, „Milchpräsident“ Wilhelm Brüggemeier:

 „Ich kann nachvollziehen, wenn sich Verbraucher jetzt über gesenkte Preise für Milch und Milchprodukte freuen. Für die heimischen Milchbauern ist dies jedoch sehr bitter. Die extreme Dürre der letzten Wochen hat dazu geführt, dass viele Rinderhalter Probleme haben, die Futterversorgung für den Winter sicherzustellen und entsprechend wirtschaftliche Verluste verkraften müssen. Dass ALDI Süd gerade jetzt auch noch die Preise für Butter senkt und damit absehbar auch die Erlöse der Milchbauern verringert, ist das völlig falsche Signal. Ich appelliere an das Unternehmen ALDI Süd, sich seiner Gesamtverantwortung für die Milchlieferkette bewusst zu werden und diese Preissenkung schnell zurück zu nehmen.“

 

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