Energiesammelgesetz gefährdet Rentabilität von Photovoltaik-Dachanlagen

16. November 2018

WLV-Präsident Röring: „Investoren brauchen Vertrauensschutz!“

Münster <wlv> Die zum Jahresbeginn 2019 geplante drastische Absenkung der Vergütung für Photovoltaik-Dachanlagen lässt beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) die Alarmglocken schrillen. In einem Schreiben an Abgeordnete des Deutschen Bundestags hat WLV-Präsident Johannes Röring in dieser Woche gefordert, für bereits begonnene Investitionsvorhaben Vertrauensschutz zu gewähren und die Kürzungen zeitlich zu verschieben und zu strecken.

„Aktuell laufen auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben Vorbereitungen zur Errichtung von Photovoltaik-Dachanlagen. Hierzu wurden Liefer- und Installationsverträge mit mehreren Monaten Vorlauf geschlossen. Diese Projekte werden durch die überraschende und sehr kurzfristige Änderung der Vergütung größtenteils unwirtschaftlich, da sehr viele Projekte nicht vor dem 1. Januar 2019 in Betrieb gesetzt werden können. Hier muss die Politik reagieren, wir brauchen Vertrauensschutz für begonnene Investitionen und mehr Augenmaß bei der Absenkung der Fördersätze“, formulierte WLV-Präsident Röring.

Der derzeit in der parlamentarischen Beratung befindliche Entwurf des Energiesammel-gesetzes sieht vor, die Vergütung für Photovoltaik-Dachanlagen im Leistungsbereich von 40 bis 750 Kilowatt in Höhe von rund 20 Prozent abzusenken. Diese Änderung soll bereits zum 1. Januar 2019 in Kraft treten und würde damit aus Sicht des WLV tief in die Planungs- und In-vestitionssicherheit vieler Betriebe eingreifen.

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