F.R.A.N.Z.-Projekt erhält Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung

14. Dezember 2018

Demonstrationsbetrieb aus Westfalen-Lippe unter den Ausgezeichneten

Münster <wlv> Das bundesweite Projekt F.R.A.N.Z. („Für Ressourcen, Agrarwirtschaft und Naturschutz mit Zukunft“), ein Projekt zur Stärkung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft, ist am letzten Wochenende in Düsseldorf mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis – Kategorie Forschung - ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb gehört zu den größten dieser Art in ganz Europa. Das F.R.A.N.Z.-Projekt, koordiniert durch den Deutschen Bauernverband (DBV) und die Umweltstiftung Michael Otto, erprobt und entwickelt neue Biodiversitätsmaßnahmen für konventionelle landwirtschaftliche Betriebe und wird in großem Umfang wissenschaftlich begleitet. Zu den bundesweit insgesamt 10 Demonstrationsbetrieben, die sich im Rahmen des Projekts engagieren, gehört auch der Betrieb von Jürgen Freiherr von Morsey-Picard aus Ostwestfalen-Lippe.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit unserem Projekt in der Abstimmung überzeugen konnten und sehe dies gleichzeitig als Motivation für die kommenden Jahre an“, freut sich der Ackerbauer und Milchviehhalter. „Viele der Maßnahmen sind für mich Neuland, aber ich probiere gerne Neues aus, um etwas für die Tiere und Pflanzen auf meinen Äckern und Grünland-flächen zu tun. Für mich ist der Austausch zwischen Landwirtschaft und Naturschutz das Wichtigste an diesem Projekt, da beide Seiten voneinander lernen.“

Bei der Auswahl und Umsetzung der Maßnahmen im F.R.A.N.Z.-Projekt wird der Betriebs-leiter von Morsey-Picard durch die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft beraten. Die landwirtschaftliche Naturschutzstiftung fungiert als Bindeglied zwischen der wissenschaftlichen Begleitforschung und dem Betrieb, der auf rund 10 Prozent seiner Betriebsflächen im mittlerweile zweiten Projektjahr eine Vielzahl von Maßnahmen umsetzt.

Das F.R.A.N.Z.-Projekt (https://www.franz-projekt.de/) zielt darauf ab, mit den Erfahrungen der Landwirte, Betriebsberater und der Begleitforschung zunächst auf landschaftstypischen Demonstrationsbetrieben neue Maßnahmen zur Stärkung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu entwickeln und diese dann so zu gestalten, dass sie langfristig auch von anderen Betrieben übernommen werden können. Darüber hinaus sollen die Erkenntnisse aus dem Projekt in die Debatten über die weitere Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU einfließen.

Das Verbundprojekt steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Frau Svenja Schulze, und der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Frau Julia Klöckner. Es wird durch namhafte Förderer ressortübergreifend unterstützt. Die wissenschaftliche Begleitforschung erfolgt gleichermaßen durch die Thünen-Institute für Ländliche Räume, für Betriebswirtschaft sowie für Biodiversität, die Universität Göttingen und das Michael-Otto-Institut im NABU.

 Pressekontakte:

Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband
Hans-Heinrich Berghorn
Tel.: (0251) 4175 – 107
Fax: (0251) 4175 – 136
E-Mail: hans-heinrich.berghorn@wlv.de

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft
Steffen Hogeback
Tel.: (0251) 4175 – 148
Fax: (0251) 4175 – 261
E-Mail: hogeback@kulturlandschaft.nrw

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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