„Grundwasserschutz ist auch Aufgabe der Bauern!“

05. Februar 2019

WLV-Präsident Röring: „Betriebe brauchen Planungssicherheit“

Angesichts der Bestrebungen der EU-Kommission, die erst im Mai 2017 grundlegend novellierte Düngeverordnung bereits mit Wirkung von 2020 ein weiteres Mal zu verschärfen, appelliert Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV), an die Brüsseler Behörde, die Realität auf den Betrieben im Auge zu behalten. Nach Ansicht des Verbands müsse zunächst die neue Düngeverordnung die Chance erhalten, ihre erwartete positive Wirkung zu zeigen.

„Unsere Bauern brauchen politische Verlässlichkeit und Planungssicherheit im Düngerecht. Die Umsetzung der neuen Düngeverordnung verlangt den Betrieben bereits viel ab. Trotzdem bekennen sich die Bauernfamilien in Westfalen-Lippe zu ihrer Verantwortung im Gewässerschutz und wollen Verbesserungen erreichen. Hierfür aber braucht es Zeit – auch um die erwarteten Erfolge nachweislich zu dokumentieren“, sagte Röring.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband wird in den jetzt anstehenden Beratungen darauf drängen, dass der Grundsatz der bedarfsgerechten Düngung im Düngerecht aufrechterhalten wird. Ohne eine ausreichende Düngung sei die von Verbrauchern und Ernährungsindustrie erwartete Qualitätsproduktion, z. B. von Getreide und Gemüse, nicht aufrecht zu erhalten. Daher sieht der WLV den neuen Vorschlag, in nitratbelasteten Gebieten den errechneten Düngebedarf pauschal um 20 Prozent abzusenken, sehr kritisch. Stutzig mache dieser Vorschlag zudem, da Berichten zufolge der EU-Mitgliedstaat Dänemark diese dort vor geraumer Zeit eingeführte Regelung jetzt wieder abschaffen wolle.

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