Landwirtschaft bekennt sich zum Gewässerschutz mit Augenmaß

28. August 2019

Röring: „Belastete und unbelastete Gebiete klarer voneinander abgrenzen!“

Münster <wlv> Heute treffen sich in Brüssel Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) mit Vertretern der EU-Kommission, um über die endgültige Umsetzung des seit Jahren umstrittenen Düngerechts in Deutschland zu verhandeln. Hierzu erklärt Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV): „Wir Landwirte in Westfalen-Lippe bekennen uns zu unserer Verantwortung für den Gewässerschutz. Wir müssen und wollen im Grundwasserschutz insgesamt besser werden. Die jetzt absehbaren Einschränkungen für die landwirtschaftliche Praxis der Ausbringung von Nährstoffen stellen für viele unserer Betriebe allerdings eine große Herausforderung dar – vor allem in den nitratbelasteten Gebieten.“

Nachdem die Europäische Kommission der Bundesrepublik Deutschland vor wenigen Wochen mit der Verhängung von Strafzahlungen gedroht hatte, falls diese keine schärfere Düngeverordnung verabschiede, hatte die Bundesregierung im Vorfeld des heutigen Treffens weitergehende Angebote gemacht hat. Dazu gehören schärfere Vorgaben zur Ausbringung von Festmist in belasteten Gebieten und zur Ausbringung von Dünger auf gewässernahen Flächen mit mehr als 5 Prozent Hangneigung.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband fordert von den verhandelnden Parteien, sich endlich auf eine Lösung mit Augenmaß zu verständigen. Hierzu gehört nach Ansicht des Verbands auf jeden Fall auch eine Abgrenzung von Gebieten mit unbedenklicher Nitratbelastung innerhalb der großflächig als nitratbelastet ausgewiesenen Gebiete. Hierzu Röring: „Es ist nicht hinzu-nehmen, dass Betriebe mit verschärften Anforderungen konfrontiert werden, obwohl sie in einem nachweislich unbelasteten Teilgebiet liegen. Wo nachweislich und unbestreitbar im Grundwasser zu hohe Nitratbelastungen existieren, müssen wir handeln. Wo dies nicht der Fall ist, besteht auch kein Grund für Restriktionen.“

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