WLV-Präsident Röring zur Vorstellung der BMEL-Ackerbaustrategie: „Gute Grundlage, um Ackerbau zukunftsfähig aufzustellen“

19. Dezember 2019

Handlungsfelder werden bereits in der WLV-Offensive Nachhaltigkeit aufgegriffen

Münster <wlv> Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e.V. (WLV) begrüßt das heute von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgestellte „Diskussionspapier Ackerbaustrategie 2035 – Perspektiven für einen produktiven und vielfältigen Pflanzenbau“. Die Ackerbaustrategie definiert anhand einer Analyse der IST-Situation des Ackerbaus im Jahr 2019 sechs Leitlinien, die als Rahmenbedingungen für die zukunftsfähige Ausrichtung des Ackerbaus gelten sollen sowie zwölf Handlungsfelder mit entsprechenden Zielen und Maßnahmen. „Die Strategie ist breit angelegt und berücksichtigt alle Aspekte des Ackerbaus, d.h. auch die Bereiche Ernährungs- und Einkommenssicherung. Sie bietet eine gute Grundlage, um den für unsere Landwirte bedeutenden Ackerbau zukunftsfähig aufzustellen“, stellt WLV-Präsident Johannes Röring fest.

Als positiv bewertet der WLV, dass neben landwirtschaftlichen Einflüssen auch weitere Faktoren wie der anhaltend hohe Flächenverbrauch in die Strategie einbezogen werden. „Da brauchen wir allerdings auch Erfolge“, so Johannes Röring. Weiterhin setzt die Ackerbaustrategie ganz überwiegend auf Forschung und Förderung der vorgeschlagenen Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern. Sie unterscheidet sich damit wesentlich vom Aktionsprogramm Insektenschutz des Bundesumweltministeriums, das für die Landwirtschaft vor allem Verbote fordert. „Besonders wichtig ist, dass diese Strategie in Kooperation mit den Landwirtinnen und Landwirten umgesetzt wird und nicht durch Ordnungsrecht“, erklärt WLV-Präsident Johannes Röring.

Hervorzuheben ist, dass das so genannte „Niederländische Modell“, bei dem es um die kooperative Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen geht, in der Strategie ausdrücklich positiv erwähnt wird. Das „Niederländische Modell“ wird im Rahmen eines Projektes, in dem die zum WLV gehörende Stiftung Westfälische Kulturlandschaft neben dem Deutschen Bauernverband maßgeblicher Projektpartner ist, ab dem kommenden Jahr in Deutschland erprobt.

Viele der angesprochenen Handlungsfelder hat der WLV bereits in seiner Offensive Nachhaltigkeit aufgegriffen. „Die jetzt vorliegende Ackerbaustrategie zeigt, dass die Einschätzung des WLV bezüglich der Handlungsbedarfe richtig war. Es wird nun darum gehen, wie die vorgeschlagenen Maßnahmen konkretisiert und finanziell flankiert werden können und welche politischen Rahmenbedingungen zu schaffen sind, um den Ackerbau langfristig zukunftsfest zu machen. Wir hoffen, dass die Diskussion um die Ackerbaustrategie besser gelingt, als beim vielfach kritisierten Agrarpaket“, sagt Johannes Röring.

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