Gemeinsame Pressemeldung von WLV und LsV: Landwirtschaft will überzeugende Vorgaben statt finanzieller Trostpflaster

30. Januar 2020

„Probleme der Bauernfamilien sind mit Geld allein nicht zu lösen!“

Münster <wlv> Die Bauernfamilien in Westfalen-Lippe kritisieren den Plan der Bundesregierung, die Landwirte bei der Umsetzung schärferer Auflagen ausschließlich finanziell zu unterstützen. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) und die Bewegung „Land schafft Verbindung“ fordern stattdessen fachlich überzeugende Rahmenbedingungen in der Novelle der Düngeverordnung. Hier müssten Bund und Länder dringend nachbessern, um die Akzeptanz der Landwirte zu gewinnen. Finanzielle Trostpflaster, die in erster Linie dazu dienten, handelnden Akteuren in der Politik ein gutes Gewissen zu verschaffen, lehnen beide Organisationen als durchsichtigen Kuhhandel ab.

„Die derzeit vorliegenden Vorschläge zur Verschärfung der Düngeverordnung basieren auf Daten und Berechnungsverfahren, die teilweise wenig transparent und aus fachlicher Sicht mehr als fragwürdig sind. Es kann niemanden verwundern, dass dies bei uns Bauern auf kein Verständnis trifft und sehr umstritten ist“, sagten Vertreter beider Organisationen heute in Münster.    

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband und Land schafft Verbindung kritisieren vor allem das vorgesehene Verbot der Düngung von sogenannten Zwischenfrüchten und die 20-pozentige Absenkung der maximal zulässigen Düngung von Pflanzen in nitratbelasteten Gebieten. Sie verweisen darauf, dass diese Vorgaben aus fachlicher Sicht nicht über-zeugend seien und zudem die Festlegung der betroffenen Gebiete nicht auf Eintragsquellen ziele, sondern pauschal großzügig sanktioniert werde.

Medienberichten zufolge hat der Koalitionsausschuss der Bundesregierung gestern Finanzhilfen in Höhe von 1 Mrd. Euro für einen „anstehenden Transformationsprozess“ der Landwirtschaft in Aussicht gestellt. Die Mittel sollen über eine Laufzeit von 4 Jahren gewährt werden und für Agrarumweltprogramme und Investitionen zur Verfügung stehen. Konkretere Aussagen zur Mittelverwendung liegen derzeit nicht vor.



Medienkontakte:

Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband (WLV)       
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Land schafft Verbindung (LsV)
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E-Mail: dominik.schmedt@gmx.de

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