Schutz der Waldbestände: Trockenschäden machen Wiederbewaldung nötig

05. Februar 2020

Röring: „Waldzustand verbessern und klimastabile Forstbestände schaffen!“

Münster <wlv> Etwa zwei Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe in Westfalen-Lippe bewirtschaften eigene Waldflächen, in dem sie sich um die Bestandspflege und Wiederaufforstung von Bäumen bemühen, um eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu sichern. Vor allem in den vergangenen zwei Jahren verzeichnen zahlreiche Waldbestände in Folge von Trockenheit und Naturereignissen erhebliche Schäden, die sich etwa durch den Befall des Borkenkäfers, Buchenschleimfluss als Wundreaktion des Baumes und Laubverlust zeigen. Auf Schätzungsweise 40.000 Hektar sind in Wiederbewaldungsmaßnahmen nötig, um die sogenannten Kalamitätsschäden aufzufangen.

„Die Wälder in Westfalen-Lippe sind in erster Linie Nutzwälder, die durch die Waldbesitzer über Generationen nachhaltig bewirtschaftet werden. Sie bieten dabei einer Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Als Ökosystem hat der Wald eine ebenso wichtige Bedeutung für die Umwelt, weil er unmittelbar auf Klima, Wasser und Boden wirkt. Der Wald dient als Erholungsgebiet und als nachwachsender Rohstoff. In jeder einzelnen Funktion gilt der Wald als schützenswert“, weiß WLV-Präsident Johannes Röring.

„Eine enge Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzern, Jägern und Landesforstverwaltung ist dabei dringend erforderlich, um den Waldzustand zu verbessern und langfristig klimastabile Forstbestände zu schaffen. Wir begrüßen daher ausdrücklich die Bemühungen des NRW-Umweltministeriums, durch einen Erlass die Bejagung von Schalenwild insbesondere an durch Verbiss gefährdeten Wiederaufforstungsflächen durch Ausdehnung der Jagdzeiten zu erleichtern“, macht Johannes Röring mit Blick auf die jagdlichen Maßnahmen zur Unterstützung der Wiederbewaldung deutlich. Dies stehe im Einklang mit den Interessen der betroffenen Waldbesitzer und der Jägerschaft und erlaube eine Intensivierung der Bejagung dort, wo diese erforderlich sei. Das Miteinander von Wald und Wild werde damit nicht in Frage gestellt, so Röring.

Ein durch das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz veröffentlichter Erlass sieht zum Gelingen von Wiederbewaldungsmaßnahmen unter anderem die Erstellung eines „Schalenwildkonzeptes Wiederbewaldung“ und eines Gutachtens zu Hauptschadensgebieten sowie eine stärkere Bejagung von Schalenwild zur Wildschadenverhütung vor.

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