Hilfe für Ärzte: Landwirte aus Westfalen-Lippe spenden Schutzbekleidung

23. März 2020

WLV-Präsident Hubertus Beringmeier: "Viele tausend Einweg-Overalls gesammelt"

Münster <wlv> Ein kurzer Aufruf über die Kanäle des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes war ausreichend: Am vergangenen Wochenende haben hunderte Landwirtsfamilien aus Westfalen-Lippe Schutzbekleidung zusammen getragen, die sie regulär für Hofbesuche nutzen. Weil diese Besuche durch die Ausbreitung des Corona-Virus vorerst nicht stattfinden können, entschlossen sich die Landwirtinnen und Landwirte kurzerhand, Einweg-Overalls und Schuhüberzieher an die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zu spenden. Die KVWL, in der rund 15.000 niedergelassene Ärzte organisiert sind, wird die Schutzkleidung nun nach Bedarf an Krankenhäuser und Arztpraxen in Westfalen-Lippe übergeben.

„Normalerweise statten wir mit der Schutzkleidung die Besuchergruppen auf unseren Höfen aus, denn in den Ställen hat Hygiene zum Schutz der Tiere oberste Prämisse. Weil wir Landwirte die Bekleidung aktuell nicht brauchen, stand für uns außer Frage, diese inmitten der Corona-Krise unkompliziert und schnell für die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe zur Verfügung zu stellen. Viele tausend Einweg-Overalls, Schuhüberzieher und auch Gummihandschuhe – alles eingeschweißt und original verpackt – sammeln wir dazu in diesen Tagen. Die Kassenärztliche Vereinigung wird die Ausrüstung dann nach Dringlichkeit an Ärztinnen und Ärzte verteilen“, freut sich WLV-Präsident Hubertus Beringmeier. Auch in den WLV-Geschäftsstellen gab es Bestände an Schutzkleidung, die ebenfalls zur Verfügung gestellt werden konnten.

„Der Bedarf kann über die Kassenärztliche Vereinigung am besten ermittelt werden. Der Postversand oder die Übergabe an der zentralen Sammelstelle – natürlich mit großem Abstand – macht viel mehr Sinn, als wenn jeder einzelne sich auf den Weg zu einzelnen Praxen oder Krankenhäusern gemacht hätte, die schon jetzt durch den Corona-Virus enorm unter Druck stehen“, ist sich WLV-Präsident Hubertus Beringmeier sicher.

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