Neue Düngeverordnung des Bundes stellt Landwirtschaft vor große Herausforderungen

27. März 2020

WLV-Präsident Beringmeier: „Müssen das Beste daraus machen!“

Münster <wlv> Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) befürchtet
angesichts der heute vom Bundesrat beschlossenen Änderung des deutschen Düngerechts spürbare Einschnitte für die landwirtschaftliche Praxis. Die deutlich verschärften Regelungen zur Ausbringung von Nährstoffen sind nach Ansicht des Verbands für viele Betriebe sowohl in nitratbelasteten als auch in nicht nitratbelasteten Gebieten eine enorme Herausforderung.

„Wir haben bis zuletzt versucht, mit guten Argumenten für eine praxisnahe und fachlich überzeugende Umsetzung der Düngeverordnung des Bundes zu werben, müssen aber heute zur Kenntnis nehmen, dass wir damit kaum Gehör gefunden haben. Jetzt kommt es darauf an, den Blick nach vorne zu richten und notgedrungen das Beste aus der schwierigen Situation zu machen, d.h. bei der anstehenden Klärung von Detailfragen möglichst sinnvolle Lösungen zu finden“, sagte WLV-Präsident Hubertus Beringmeier in einer ersten Reaktion auf den Bundesratsbeschluss in Münster.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband begrüßt, dass es - auch durch die Unterstützung der NRW-Landesregierung - bei den Beratungen in dieser Woche immerhin gelungen ist, Verschärfungen in nitratbelasteten Gebieten, wie das Verbot der Düngung von Zwischenfrüchten ohne Futternutzung und die Reduzierung der maximal zulässigen Stickstoffdüngung um 20 Prozent, erst zum 01.01.2021 in Kraft treten zu lassen. Damit erhalten die betroffenen Betriebe Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. Für alle landwirtschaftlichen Betriebe gelten darüber hinaus bereits ab 01.04.2020 neue Dokumentationspflichten und schärfere Abstandsauflagen zu Gewässern.

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