Bienen sind für Landwirtschaft unverzichtbar und besonders schützenswert

23. Juni 2020

Beringmeier: „Landwirte haben ein ureigenes Interesse am Artenschutz“

Münster <wlv> Vor dem Hintergrund des morgen stattfindenden Runden Tisches Insektenschutz des Bundesumweltministeriums stellt der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband das Engagement des Berufsstandes für den Artenschutz in den Vordergrund. Mit der Offensive Nachhaltigkeit haben sich die Landwirtsfamilien in Westfalen-Lippe bereits vor mehreren Jahren auf den Weg begeben, um durch Leitprojekte das Leben und Wirtschaften auf den Höfen sozial, wirtschaftlich und ökologisch noch nachhaltiger zu gestalten. Insektenschutz ist dabei ein zentrales Anliegen des Berufsstandes, insbesondere Bienen sind für die Landwirtschaft unverzichtbar: Sie bestäuben 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen und sichern somit auch die Ernte zahlreicher Obst- und Gemüsesorten sowie die Gewinnung von Ölen.

„Die Ursachen des Artenschwundes sind vielfältig. Deshalb verwehren wir uns gegen einseitige Schuldzuweisungen. Wichtig ist mir, dass wir gesamtgesellschaftlich Lösungen erarbeiten, denn jeder einzelne ist in der Pflicht, etwas für den Artenschutz zu tun. Deshalb müssen wir mit Blick auf Biodiversität dringend auch beispielsweise über die Zerschneidung der Landschaft und der Biotope durch Infrastrukturmaßnahmen wie auch durch Siedlungs- und Gewerbeflächen sprechen. Wir Landwirtsfamilien übernehmen unsererseits Verantwortung und gestalten Artenschutz aktiv“, sagt WLV-Präsident Hubertus Beringmeier mit Blick auf den Runden Tisch Insektenschutz.

Noch bestehende Defizite im Arten- und Klimaschutz müssen verringert werden. Gleichzeitig gilt es, die regionale Lebensmittelerzeugung zu stärken und in dem Zuge herauszustellen, wo eine Wechselwirkung zwischen Lebensmittelerzeugung und Klima-, Arten-, und Insektenschutz akzeptiert werden kann. „Durch eine Stärkung der heimischen Landwirtschaft wird zugleich aktiver Natur-, Umwelt- und Insektenschutz gefördert“, macht WLV-Präsident Hubertus Beringmeier deutlich und fordert, dass dies im zukünftigen Diskurs mit Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stärker Berücksichtigung findet.

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