WLV fordert schrittweise Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs in Rheda

02. Juli 2020

Beringmeier: „Gesundheit von Beschäftigten und Bevölkerung bleibt oberste Priorität!“

Münster <wlv> Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) sieht mit großer  Sorge, dass auch zwei Wochen nach der Corona-bedingten Schließung des zur Unternehmensgruppe Tönnnies gehörenden Schachthofs in Rheda offenkundig immer noch unklar ist, wann dort der Betrieb wieder anlaufen kann. Er fordert alle maßgeblichen Akteure auf, umgehend ihrer großen Verantwortung für Mensch und Tier nachzukommen und endlich auch die wachsenden Platzprobleme in der heimischen Tierhaltung mit in den Blick zu nehmen.       

„Die Gesundheit der Beschäftigten und der Bevölkerung vor Ort müssen bei allen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens weiterhin oberste Priorität haben. 14 Tage nach der Schließung des Schlachthofs muss jedoch die Frage erlaubt sein, warum immer noch nicht klar ist, wann der Betrieb in Rheda – zumindest schrittwiese – wieder aufgenommen werden kann. Politik, Verwaltung und Unternehmen haben ein vergleichbares Problem im Westfleisch-Schlachthof Coesfeld vor kurzem innerhalb von gut einer Woche gelöst. Jetzt erleben wir, dass sich maßgebliche Personen lieber um die eigene Profilierung kümmern und politische Machtkämpfe auf dem Rücken der Bauern austragen. Hierfür fehlt mir jegliches Verständnis. Jeder Tag, der damit verschwendet wird, erhöht den Druck auf den Höfen und zeugt von fehlendem Verantwortungsgefühl“, sagte WLV-Präsident Hubertus Beringmeier in Münster.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband weist darauf hin, dass die heimischen Schweinehalter auf die stockende Abnahme von Schlachtschweinen bisher eigenverantwortlich reagiert und, wo immer erforderlich, für ihre schlachtreifen Tiere neuen Raum auf den Höfen geschaffen hätten. Dies könne jedoch keine Dauerlösung sein.

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