WLV stärkt "Netzwerk Uganda": Zweites Treffen mit Akteuren der Entwicklungshilfe

Seit Herbst 2014 unterstützt der WLV in Uganda ein Projekt zum Aufbau genossenschaftlicher Vermarktungsstrukturen für Kleinbauernfamilien. Wie dieses Projekt mit anderen Initiativen und Partnern verknüpft werden kann, war Thema beim zweiten Treffen des „Netzwerks Uganda“ in Münster, zu dem der WLV gestern eingeladen hatte. Rund 60 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken.

WLV-Präsident Johannes Röring begrüßte die Verreter aus Verbänden, Unternehmen, kirchlicher Träger, der Universitäten und der Andreas-Hermes-Akademie und lobte deren Engagement mit Projekten und Initiativen in Uganda und benachbarten Ländern. Ich selbst hatte Gelegenheit, mir vor Ort in Uganda einen Eindruck davon zu verschaffen, wie es um die Menschen steht. Wir haben Herausforderungen hautnah erlebt, aber auch eine Menge Potenzial in der Landwirtschaft erkannt und waren besonders erfreut zu sehen, dass unsere Projekte erste Früchte tragen.

Susanne Schulze Bockeloh ist intensiv in das WLV-Uganda-Projekt eingebunden und gab einen lebendigen Einblick in Zielsetzung, Maßnahmen und erste Erfolge des WLV-Projektes, dass sich dem Aufbau genossenschaftlicher Vermarktungsstrukturen in Uganda widmet. Die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen sei besonders wichtig für die Durchführung eines Projektes "von Landwirt zu Landwirt", machte Susanne Schulze Bockeloh deutlich.

Sebastian Lesch, Mitarbeiter im Bundesentwicklungsministerium, erläuterte in seinem Vortrag die Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit und globaler Partnerschaften, etwa bei der Bewältigung des Klimawandels. Entwicklungsarbeit verfolge eine Verbesserung der sozialen, ökologischen, wirtchaftlichen und politischen Verhältnisse. Die Arbeit des Bundesentwicklungsministeriums sei im Wesentlichen Wertebasiert und Interessengeleitet.

Andrea Padberg von der Welthungerhilfe erläuterte, dass neben der Bekämpfung des Hungers als oberstem Ziel auch die Etablierung einer gesunden Ernährung zunehmend im Vordergrund stehe. Landwirtschaft habe eine zentrale Bedeutung, um dieses Ziel zu verwirklichen. Zunehmend setze man in der Entwicklungszusammenarbeit auch auf digitale Innovationen, etwa durch den Einsatz von Wetter-Apps. Gleichzeitig verfolge die Welthungerhilfe auch ein Bildungsmandat in Deutschland, etwa durch die Aufklärung in Schulen über Entwicklungspolitik.

In einer ugandischen Interviewrunde sprachen die Projektverantwortlichen in Uganda, Father Hilary Muheezangango und Betty Namagala über ihre Arbeit mit den Kleinbauernfamilien in Uganda. Eine zentrale Herausforderung sei etwa die Flächenaneignung durch Investoren. Die ugandischen Bauernfamilien bräuchten Planungssicherheit, auch durch die Klärung von Eigentumsrechten.

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